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Haushaltshifen müssen den Mindestlohn erhalten

Haushaltshifen müssen den Mindestlohn erhalten

6.200 Euro Strafe für diejenigen, die Hausangestellten nicht den berufsunabhängigen Mindestlohn zahlen

Bis zum 31.3.2021 gibt die Aufsichtsbehörde “Inspección de Trabajo” Zeit, diese Situation zu regulieren. Es wird ebenfalls kontrolliert, ob  Zahlungen in “B” erfolgen.

Das Arbeitsministerium hat eine Informationskampagne für Personen gestartet, die Hausangestellte beschäftigen, um ihre Beiträge und Löhne gemäss dem Mindestlohn (SMI) zu aktualisieren. Die Kampagne wird bis zum 31. März dauern , und ab dann werden Arbeitsinspektoren eingesetzt, um den Säumigen Strafen ab 6.250 Euro aufzuerlegen.

Dieses liegt daran, dass die Bezahlung eines Arbeiters mit weniger als dem geschuldeten Gehalt als sehr schwerwiegender Verstoss gilt (gemäss dem Gesetz über Verstösse und Sanktionen in der Sozialordnung – LISO). Dies spiegelt sich in Artikel 8.1 wider, der “die Nichtzahlung und wiederholte Verzögerungen bei der Zahlung des fälligen Gehalts” auf diese Weise charakterisiert.

Wir dürfen die Leser daran erinnern, dass der Mindestgehalt für eine Vollzeitarbeit bei 13.300 Euro im Jahr – ca 1.050 Euro nach Abzüge – liegt.

Im Jahr 2012 hatte die Arbeitsinspektion eine ähnliche Kampagne gestartet, in der ebenfalls mit hohen Strafen an Arbeitgeber und auch an Arbeitnehmer gedroht wurde. Wir hatten damals von diesen Kontrollen zum Glück nichts weiteres gehört aber es hatte dazu geführt dass viele Haushalte die undurchsichtige Situation ihrer Hausangestellten legalisiert hatten in dem sie einen Arbeitsvertrag im Rahmen des Haushalts registrieren lassen haben.

Die Arbeitsverträge in diesem Rahmen haben ähnliche Konditionen wie im herkömmlichen Arbeitsrahmen mit der Ausnahme, dass die Angestellten kein Arbeitslosengeld bekommen wenn der Arbeitsvertrag seitens des Haushalts gekündigt wird.

Das Arbeitsministerium arbeitet seit vielen Jahren an eine Lösung diese Arbeitsvertäge an den allgemeinen Bedingungen anzupassen. Das Problem liegt aber daran, dass viele Haushalte ihre Angestellten nur für wenigen Wochenstunden einstellen und daher die Beiträge sehr gering sind.

Zur Zeit werden die Kosten für den Arbeitgeber im Haushalsrahmen progressiv berechnet. Hier finden Sie eine Tabelle mit Beispielen von Gehalt, Bruttolohn und Anteils des Arbeitgebers:

 

WochenstundenBruttogehaltKosten ArbeitgeberGesamtkosten
5138,5451,71190,25
10277,0885,34362,42
15415,63118,97534,60
20554,17152,61706,77
25692,71186,49879,20
30831,25220,131051,38
35969,79263,551233,34
401108,33275,351383,68

Sollte in Zukunft der Mindestgehalt in Spanien steigen, so werden diese Kosten ebenfalls steigen.

Über Simon Sananes

Gründer dieses Beratungsunternehmens. Von der ESDAF Geprüfter Steuerberater und Dolmetscher der Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Fachgebiete Steuer- und Immobilienangelegenheiten.

1 Kommentar

  1. Wolfgang Scherer 2 Wochen vor

    Lieber Simon.

    Danke für die wichtige Information. Die angegebenen Zahlungs- Beträge gelten für einen Monat, die Arbeitsstunden dagegen gelten für eine Woche?
    Ich hoffe, es geht hier um bessere Bezahlung der Menschen und nicht nur um zusätzliche Einnahmen für den Staat.?? Welche Leistungen erbringt der Staat für an ihn abgeführte Beträge für die geringfügig Beschäftigten? Kündigungsschutz, Arbeitslosengeld und Abfindungen gibt es nicht. Oder?

    Was ist mit einem Gartenhelfer, der 2-3 mal im Jahr für je 4 Stunden zum Schneiden der Hecken kommt? Oder nach jeden Sturm für einige Stunden zum Aufräumen und Reinigen?
    Wie wird die Hilfskraft abgewickelt, die 2 mal im Monat je 4 Stunden zum Putzen der Wohnung und der Terrasse kommt ??

    Die Praxis hier ist doch, dass die Leute mehrere Putz/Gartenhelfer-Stellen a 3-4 Stunden/Woche haben. Jetzt wird man auch noch diese Möglichkeit eines Dazuverdienens verhindern, denn der Aufwand für den den privaten ARBEITGEBER ist nicht mehr angemessen.

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