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Teneriffa – Insel des ewigen Frühlings.

Teneriffa – Insel des ewigen Frühlings.

Die Insel, die alle fünf Kontinente in sich vereint. Das wird über die Insel gesagt. Und Teneriffa wird diesen Attributen mehr als gerecht. Auch aus botanischer Sicht ist die Insel aussergewöhnlich.

Teneriffa wird zu Recht “Kontinent im Kleinen” genannt. Auf engstem Raum konzentriert sich hier eine botanische Vielfalt. Hier finden sich Vertreter fast aller Vegetationszonen der Welt. Es gibt wüstenähnliche Abschnitte im Südosten, die Nebelwälder im Norden, zerklüftete Schluchten im Tenomassiv.tenerife-satelite

Die Geschichte der kanarischen Inseln, allen voran Teneriffa, ist sehr speziell. Bereits die Griechen und Römer nannten die Inselgruppe “die Inseln der Glückseligen”. Was verwundert, ist die Tatsache, dass der Archipel danach für sehr lange Zeit in der Versenkung verschwand. Erst Jahrhunderte später gab es ein erneutes Interesse an den Inseln vulkanischen Ursprungs.

Allein diese Tatsache macht alle Kanareninseln zu etwas Besonderem. Hinzu kommt die geografische und klimatisch besondere Lage. In einem kanarischen Volkslied heisst es übersetzt:

“Die Welt hat ein Europa, Europa hat ein Spanien, Spanien hat einen Garten, die kanarischen Inseln.”

Die kanarische Botanik

Die Pflanzenwelt der Kanaren konnte sich, im Vergleich zu anderen europäischen Orten, so gut entwickeln aufgrund des milden, konstanten Klimas. Es gibt eine Vielzahl endemischer Pflanzen, wie z.B. die kanarische Dattelpalme, der kanarische Fingerhut und der Teide-Natternkopf. Der wohl bekannteste Endemit mit Symbolcharakter ist der Drachenbaum. Das älteste Exemplar steht in Icod de los Vinos. Botanisch betrachtet ist der Drago kein Baum, sondern gehört zur Familie der Liliengewächse. Sein roter Pflanzensaft wurde früher medizinisch genutzt. Erwähnt werden müssen ausserdem die (nicht endemischen) Dickblatt- und Wolfsmilchgewächse, echte Überlebenskünstler, die lange ohne Wasser auskommen und die salzige Meeresluft vertragen.

Die meisten Pflanzen, die man zu Gesicht bekommt, wurden von den Eroberern als Kulturpflanzen aus Spanien und Südamerika eingeführt, wie beispielsweise Zuckerrohr, Mais, Kartoffeln und Tomaten. Auch die bekannten kleinen kanarischen Bananen gab es nicht, sie kamen wohl aus dem asiatischen Raum. Die ausgedehnten Kulturen wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. In jüngerer Zeit kamen viele weitere tropische Kulturpflanzen hinzu, wie Mango, Papaya, Avocado, Feigen, etc.

Weinbau auf Teneriffa

Der Weinanbau gelangte bereits Ende des 15. Jahrhunderts zu Beachtung. Am bedeutensten war die Malvasia-Traube und sie wurde erfolgreich hauptsächlich auf dem  spanischen Festland und in England vermarktet. Es war lange still um die kanarischen Weine, aber in den letzten Jahren fanden sie, völlig zu Recht, europaweit wieder sehr viel Anerkennung. Die Winzer sind kreativer, mutiger und moderner geworden. Es gibt sogar Sekt, der im Meer versenkt wird und dort reift.

Auf den Kanaren blüht es überall und zu jeder Jahreszeit. Das liegt daran, dass viele subtropische Zierpflanzen aus aller Welt eingeführt wurden. Die Pflanzen aus Mittel- und Südamerika, Afrika und Indien entwickelten sich prächtig in dem milden Klima. Der Feigenkaktus kam bereits im 16. Jahrhundert aus Mexiko hierher. Im Frühjahr leuchtet auf ausgedehnten Blumenwiesen in der Bergregion der Kalifornische Schlafmohn in Gelb- und Orangetönen. Es ist nicht bekannt, wie er den Weg dahin fand.

Allerorts sieht man Bougainvillea, Oleander, Hibiskus, Weihnachtsstern, viele Aloearten und die von Feriengästen als Souvenir geschätzte Strelizie. Als Alleebäume sind Jacaranda- und Flamboyanobäume beliebt, die atemberaubend schöne Blüten hervorbringen.

Botanischer Garten Puerto de la CruzEin wunderschönes Beispiel für die vielfältige Pflanzenpracht ist der Botanische Garten in Puerto de la Cruz, den König Carlos III ab 1788 errichten lies. Seine Idee war es, hier die Pflanzen zu züchten und sie dann auf das Festland zu holen, um sich an ihrer Pracht zu erfreuen. Allerdings erfreute die meisten Pflanzen das Festlandsklima gar nicht. So wurde das Projekt wieder aufgegeben. Pflanzenliebhaber finden im Botanischen Garten eine unglaubliche Vielzahl exotischer Pflanzen, die von spanischen Seeleuten und Eroberern aus fernen Ländern mitgebracht wurden. Noch heute wachsen hier einige Prachtexemplare, die vor 200 Jahren, als der Botánico angelegt wurde, als kleine Setzlinge gepflanzt wurden.

Garten

Aber auch Privatleute erfüllen sich ihren Traum vom eigenen botanischen Garten. Sie schaffen sich ihr ganz privates Paradies (hier ein Beispiel). Es erfordert viel Arbeit, Geduld und noch mehr leidenschaftliche Hingabe, um eine artenreiche Gartenlandschaft zu kreieren. Wie schön, wenn man Gärten findet, die schon Jahre bestehen und gewachsen sind, die bereits ihre volle Pracht entfaltet haben. Diese Orte sind Oasen der Ruhe und Entspannung, Orte für Erholungsuchende, für Kreative und für uns alle.

Gründer dieses Beratungsunternehmens. Von der ESDAF Geprüfter Steuerberater und Dolmetscher der Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Fachgebiete Steuer- und Immobilienangelegenheiten.

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